Die FFB wächst: Richtfest für den zweiten Bauabschnitt
Die Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) in Münster erreichte einen weiteren wichtigen Meilenstein: Das Richtfest der „FFB Fab“. Gemeinsam mit der bereits in Betrieb befindlichen FFB PreFab entsteht eine europaweit einzigartige Forschungsinfrastruktur, die neue Batteriezelltechnologien schneller in die industrielle Anwendung überführt.
Leistungsfähige Batteriezellen entstehen nicht nur im Labor, sie müssen sich auch unter realistischen Produktionsbedingungen bewähren. Bevor neue Materialien, Zellchemien oder Produktionsverfahren in der industriellen Fertigung eingesetzt werden können, werden sie deshalb umfassend erprobt und weiterentwickelt. Genau dafür entsteht mit der Fraunhofer FFB in Münster eine europaweit einzigartige Forschungsinfrastruktur.
Mit dem Richtfest des zweiten Bauabschnitts schreitet der Aufbau der FFB weiter voran. Gemeinsam mit der seit Anfang 2024 betriebenen FFB PreFab entsteht auf dem rund 56.000 Quadratmeter großen Gelände ein Forschungsstandort, der den gesamten Entwicklungsweg neuer Batteriezelltechnologien abbildet: vom Labor über die Pilotlinie bis hin zur industriellen Skalierung. Unternehmen erhalten hier die Möglichkeit, seriennahe Produktionsprozesse, innovative Batteriezellen und neue Anlagentechnologien unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln.
Brücke zwischen Forschung und industrieller Fertigung
Während in der FFB PreFab die Herstellung erster Muster und Kleinserien im Mittelpunkt steht, entstehen in der FFB Fab Produktionsanlagen im Gigafactory-Maßstab. Damit schlägt die Forschungsfertigung eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Entwicklung und industrieller Produktion. Neue Technologien können frühzeitig skaliert und gemeinsam mit Industriepartnern für den späteren Einsatz in der Großserie vorbereitet werden. Diese enge Verzahnung von Forschung und industrieller Anwendung ist europaweit einzigartig und soll dazu beitragen, Innovationen schneller in marktfähige Produkte zu überführen.
Stärkung des Batteriestandorts Deutschland
Bislang werden die meisten Batteriezellen in Asien gefertigt. Doch das soll sich ändern: Die Hightech Agenda Deutschland (HTAD) verfolgt das Ziel, eine wettbewerbsfähige Batterieproduktion und -kreislaufführung in Deutschland aufzubauen, eingebettet in ein europäisches Produktionsnetzwerk. Deutschland soll ein führender Standort für Batterietechnologien werden. Die Fraunhofer FFB ist dabei eine Flaggschiffmaßnahme der HTAD. Das Richtfest des zweiten Bauabschnitts markiert einen zentralen Meilenstein.
Bund und Land Nordrhein-Westfalen investieren gemeinsam rund eine Milliarde Euro in das Gesamtvorhaben. Der Bund unterstützt den Aufbau des Forschungsbetriebs mit bis zu 750 Millionen Euro, das Land Nordrhein-Westfalen investiert rund 320 Millionen Euro in die bauliche Infrastruktur.
Zur Pressemeldung der Fraunhofer FFB